Interview mit der Schülervertretung am 15.12.2005
Seit November 2005 ist die SV der Schule in der jetzigen Besetzung aktiv und hat bereits einige Aktionen durchgeführt, b.z.w. plant einiges für die Zukunft. Gerade auch die viel gelobte Nikolausaktion (s. Interview mit Landrat Hermann Bröring) machte ein Interview unausweichlich. Schülersprecherin Lisa Gerdes, Stefanie Möllering und Peter Langels standen Rede und Antwort. Das Interview führten Yvonne, Dominik, Karl-Heinz und Raphael.
Dominik: Lisa, du bist unsere Schülersprecherin. Wie lief die Wahl? Wie wird man Schülersprecher?
|
|
Lisa: Der Schülerrat wird von allen Klassensprechern gewählt. Und ich wurde dann vom Schülerrat gewählt.
|
Dominik: Ihr wart im Herbst auf einer Fortbildung für Schülervertretungen. Was habt ihr dort über Rechte, Aufgaben und Möglichkeiten der SV erfahren?
|
|
Stefanie: Wir wurden in mehrere Gruppen aufgeteilt. Dann nahmen wir an drei Workshops teil. Der erste Workshop war ein Rhetorik-Training, um anderen Personen gegenüber sicher aufzutreten. Wenn man z.B. mit den Lehrern sprechen und bestimmte Sachen durchsetzen möchte. Dann hatten wir ein Organisationstraining. Dort lernten wir, wie wir z.B. eine Teeparty organisieren und durchsetzen können. Außerdem wurden wir über unsere Schülerrechte aufgeklärt. Wir erfuhren, welche Rechte ihr Schüler habt und dass wir ein Stimmrecht bei Konferenzen haben, um eure Wünsche durchzusetzen. |
Raphael: Als SV habt ihr den Schülern gegenüber ein gewisses Maß an Vorbildfunktion? Wie füllt ihr diese aus?
Lisa: Wir versuchen, alle Schüler gleich und die Lehrer als Respektpersonen zu behandeln. Und wir halten die Schulregeln ein. Wir rauchen also nicht, trinken keinen Alkohol oder machen andere Sachen in der Schule.
Raphael: Ihr macht z.B. auch die Pausenaufsicht. Genießt ihr Respekt bei den Schülern?
|
|
Peter: Genießen direkt nicht. Aber es ist schön, wenn die Schüler auf uns hören, was einige wiederum auch nicht machen. Die meisten reagieren aber schon. Im Großen und Ganzen kann man sagen, es ist in Ordnung.
|
Yvonne: Ihr hattet im Dezember eine Nikolausaktion, bei der ihr für die Blinden gesammelt habt? Was für eine Aktion war das genau?
Stefanie: Jeder Schüler konnte zu uns in die Aula kommen und dort für 0,50 Euro einen Gruß kaufen (ein kleiner Tannenbaum mit Nikolaus), den wir dann für sie einem Mitschüler ihrer Wahl gegeben haben. Der Erlös ging an die "Blinden".
Yvonne: Wie hoch war der Gesamterlös?
Stefanie: Ein Gesamterlös von 500,00 Euro
Yvonne: Einige Tage später besuchte Landrat Hermann Bröring die Schule, um den erlaufenen Erlös persönlich abzuholen. Was für ein Gefühl war es, einem Politiker gegenüber zu stehen und die Hand zu schütteln?
Peter: Es ist immer wieder schön, dass auch Politiker auf gehobener Kreisebene auf die kleinen Schulen aufmerksam werden. Wenn man den Gesamtbetrag sieht, den der Landkreis für die Blinden stiftet (ca. 35,000 Euro), ist es toll, dass der Landrat sich persönlich auch um diese 500,00 Euro kümmert, die Schulen besucht und sich davon überzeugt, dass die Arbeit auch im kleinen Kreis von Schülern getan wird, auch die Schüler für die Blinden sammeln und sich engagieren.
Karl-Heinz: Was würdet ihr Schülern raten, die SV-Arbeit machen möchten?
Lisa: Sie sollten sich für die Interessen der Schüler interessieren, mit den Lehrern relativ "gut können" und mit ihnen nicht auf "Kriegsfuß" stehen, um mit ihnen auch diskutieren zu können. Man sollte aber auch bedenken, dass viel Freizeit aufs Spiel gesetzt wird.
Karl-Heinz: Welche Aktionen habt ihr für die Zukunft geplant?
Stefanie: Ein Powerball-Turnier für die Klassen 9 und 10, eine Aktion zum Valentinstag und für die Klassen der 5, 6 und 7 eine Hawaii-Party.
Interviewbearbeitung: Stephan Glück zurück zu Interviews