Interview mit den PRELUDERS am 25.11.2003

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           Fotos: Oliver S./Popstars  

 

Die PRELUDERS..., das sind Anne, Anh-Thu, Miriam, Rebecca und Tertia. Die Girlgroup hat im Rahmen der TV-Casting-Show "Pop Stars-Das Duell" den zweiten Platz belegt.

Am 25.11.2003, einen Tag nach Veröffentlichung des ersten Albums "Girls In The House" hatten wir die Gelegenheit, mit ihnen folgendes Telefoninterview zu führen:


Z:     Ihr habt bei "Popstars-Das Duell" den 2. Platz belegt. Dazu erst einmal herzlichen Glückwunsch. Habt ihr damit gerechnet, so weit zu kommen?

Erst, als man zum ersten Casting gegangen ist, hat man ein bisschen überlegt "Schaffe ich das?". Und man hat es immer gehofft. Je näher man dem Ziel gekommen ist, umso schöner war es dann.
 


Z:    
Im Moment überwiegt natürlich die Freude über das, was ihr erreicht habt. Aber dachtet ihr auch mal daran, aufzuhören?

Nein, niemals! (alle im Chor) Wir haben uns jetzt gefunden. Jetzt wollen wir auf jeden Fall Musik machen. Das ist das einzige, was wir wollen.


Z:     Wie seid ihr überhaupt auf die Idee gekommen, bei diesem Casting teilzunehmen?

Ann-Thu: Also, bei mir war es so: Bei der ersten Popstar-Staffel wollte ich schon immer mit machen. Aber da es erst ab 18 war, konnte ich erst in diesem Jahr mitmachen. Ich bin zwar erst 16 und hatte Glück, dass es dieses Jahr ab 16 war. Ich habe immer gesagt: Sobald ich 18 bin, mache ich mit. Und in diesem Jahr hatte ich Glück.
 

Z:      Habt ihr Kontakt zur Siegerband OVERGOUND? Wie versteht ihr euch?

Wir verstehen uns eigentlich sehr gut mit den OVERGROUNDs. Wir gehen ja im Endeffekt alle den gleichen Weg. Man sieht sich hier und da natürlich wegen den Auftritten. Aber auch privat gesehen, verstehen wir uns sehr, sehr gut.
 

Z:     Wie habt ihr euch innerhalb eurer Gruppe von Beginn an verstanden?
Gab es auch so etwas wie Konkurrenzdenken innerhalb der Band?

Nach der Entscheidung, wer alles in der Band ist, gab es das gar nicht mehr, da es sicher war, dass wir alle in der Band sind.
(Einwurf) Davor auch nicht!
Dann war da jedenfalls die Geschichte, als Anne dazukam, was ihr bestimmt mitbekommen habt. Da hatten wir alle schon ein bisschen Angst, kein richtiges Konkurrenzdenken..., aber es war schon ein bisschen blöd. Es hätte ja sein können, dass wieder jemand `rausfliegt. Aber jetzt im Nachhinein gar nicht. Wir sind eine Band, jeder bringt das in die Band ein, was wichtig ist, und wir verstehen uns alle sehr gut.
 

Z:      Könntet ihr euch vorstellen, in dieser Besetzung über mehrere Jahre Musik zu machen? Die NO ANGELS z.B. haben es ja nicht so lange ausgehalten. Oder seht ihr euch sogar als die Nachfolger?

Wir sehen uns nicht als die Nachfolger der NO ANGELS. Aber viele denken es, weil sie aufgehört haben und wir auch eine Girlband sind, die aus "Popstars" entstanden ist. Wir wollen jedoch unseren eigenen Weg machen. Wir finden sehr gut, was die NO ANGELS gemacht haben. Sie haben hart gearbeitet und einen richtig guten Weg und Job gemacht. Aber wir wollen natürlich noch mehr erreichen und versuchen, solange wie möglich als Band durchzuhalten.
Die NO ANGELS haben sich ja getrennt, weil es nach einer bestimmten Zeit alles zu viel wurde. Ich glaube, bei uns wird schon darauf geachtet, dass nicht zuviel auf einmal kommt und dass sie uns aufbauen.
 

Z:      Auf eurem ersten Album "Girls In The House" sind überwiegend Eigenkompositionen vertreten. Warum habt ihr euch für die erste Single gerade den R.E.M.-Hit "Losing My Religion" ausgesucht? Und wer ist überhaupt auf die Idee gekommen, diesen Titel zu covern?

Die Plattenfirma wollte das unbedingt. Die Jungs haben ja auch von COLOUR ME BAD "I Wanna Sex You Up" gecovert. Es wäre blöd gewesen, wenn wir einen eigenen Song und die Jungs eine Cover-Version gehabt hätten. Deswegen haben beide einen Coversong bekommen. Das war für das Duell.
 

Z:      Wie war es, das erste Mal im Studio zu stehen und Lieder aufzunehmen? Bekanntlich ist das sehr schwer!

Es war schon etwas komisch und schwer für einige von uns, die davor noch nie in einem Studio waren und dort aufgenommen haben. Aber da wir mit sehr netten, professionellen Leuten gearbeitet haben und immer noch arbeiten, haben wir uns keineswegs unwohl gefühlt. Es hat sehr viel Spaß gemacht.
 

Z:      Ihr seid momentan oft und sehr lange von euren Familien getrennt.Wie kommt ihr damit klar? Unterstützen sie euch?

Unsere Familie unterstützt uns auf jeden Fall. Eigentlich hatten wir auch jeden Tag mit ihnen Kontakt über das Handy. Am Anfang ist es vielleicht schwer, wenn man in einer festen Beziehung ist. Man wird auf die Probe gestellt. Und wenn man das schafft...............
 

Z:      Habt ihr euch das Leben eines Popstars so vorgestellt?

Wir haben es uns alle nicht so vorgestellt, wie es jetzt ist. Es ist viel härter. Die Arbeit ist sehr schwer. Aber es ist auch viel schöner. Wir konnten uns nicht vorstellen, wie toll es ist, auf der Bühne zu stehen und den Kontakt mit den Fans zu haben. Es baut uns immer wieder auf und gibt uns viel Kraft, die Arbeit durchzustehen.
 

Z:      Geht ihr zur Schule, b.z.w. arbeitet ihr schon? Und wie bekommt ihr das mit dem Musikerleben unter einen Hut?

Zwei von uns hatten die Schule abgebrochen. Das kann man nicht alles unter einen Hut bringen. Denn man ist die ganze Zeit unterwegs. Man ist jeden Tag in einer anderen Stadt. Sie haben ihre 10. Klasse abgeschlossen und die Schule erst mal auf Eis gelegt.
 

Z:      Wir bedanken uns für dieses Interview und wünschen weiterhin viel Erfolg.

         Dankeschön! (alle im Chor)



         Interviewbearbeitung: Claudia Burke, Katrin Krieger, Karin Sennhauser, Gerrit Huesmann, Maik Merscher
 

       Fotos: Oliver S./Popstars

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