Interview mit ELLI am 2.12.2004
ELLI
Shout It Out
In der ersten Dezember-Sendung 2004 stellten wir unter anderem das erste Album von "Deutschland sucht den Superstar"-Gewinnerin ELLI vor. Direkt vor der Sendung führten Leo und Maik ein Telefon-Interview mit ihr, in dem es natürlich um ihren Sieg bei "DSDS" und ihre erste CD "Shout It Out" ging.
Z: Wir begrüßen am Telefon DSDS-Gewinnerin ELLI. Hallo! Erstmal herzlichen Glückwunsch zu deinem Sieg am 14. März diesen Jahres? Wie bist du auf die Idee gekommen, dich bei DSDS anzumelden?
E: Ich hatte eine Band, mit der es nicht mehr ganz so gut funktionierte. Ich wollte einfach mal sehen, wie das abläuft und funktioniert im Fernsehen und dachte mir: "Vielleicht könnte ich Thomas Stein mal eine CD in die Hand drücken." Das waren die Gründe, warum ich mich angemeldet habe. Dass ich dann so weit komme, damit habe ich nie gerechnet.
Z: Was war dein erster Gedanke nach deinem Sieg bei DSDS?
E: Ich habe das mal im Fernsehen gesagt: "Scheiße, geil!". Da es sehr unerwartet und unverhofft für mich war, war die Überraschung um so größer. Ich brauchte erst mal eine Nacht, um zu realisieren, was da eigentlich passiert ist. Ich habe die ganze Nacht durchgefeiert.
Z: Hast du Kontakt zu den ehemaligen Konkurrenten?
E: Der Einzige, zu dem ich noch relativ viel Kontakt habe, ist Benny, zu Denise ganz selten. Man sieht sich ab und zu zufällig. Oder man telefoniert.
Z: Unser Sendeverantwortlicher beschreibt dich gerne scherzhaft als "weibliche Ausgabe von Daniel Küblböck", mit dem großen Unterschied, dass du wirklich singen kannst. Was sagst du zu diesem Vergleich?
E: Um es in meinen Worten auszudrücken: Ich find`s einfach zum Kotzen, so genannt zu werden. Das einzige was wir gemeinsam haben, ist, dass wir beide aus Bayern kommen und eine Brille tragen. Ich möchte damit nicht verglichen werden, da ich denke, ich kann behaupten (und das dürfen auch Leute, die nicht singen können), dass er wirklich nicht singen kann. Ich habe nichts gegen ihn persönlich. Er soll sein Ding machen und ich mache meines. Aber vergleichen kann man uns nicht.
Z: Wann entstand deine Liebe zur Musik?
E: Meine Liebe zur Musik entstand schon sehr früh. Mein erstes Instrument war eine Melodika (eine Art Klavier, in das man pusten kann). Ich begann mit 6, 7 Jahren. Ich ging dann auf eine Schule mit einem musischen Zweig. Dort lernte ich Trompete, später Klavier und Akordeon. Und ich sang während meiner Schulzeit auch in einem Chor. Mit 16 spielte ich in meiner ersten Band PANTA REI. Ab da ging es richtig los. Ich studierte dann in Regensburg und lernte zwei weitere Bands kennen. Damit konnte ich mir gut das Studium finanzieren.
Z: Was machst du in deiner Freizeit? Was sind deine Hobbies?
E: Ganz normale Dinge. Ich hoffe, dass ich im Winter dazu komme, Ski zu fahren. Ansonsten gehe ich bei gutem Wetter gerne in die Stadt. So wie jeder andere eigentlich auch. Ich gehe gerne Shoppen oder Kaffee trinken. Wenn ich die Ruhe dazu habe, lese ich auch gerne ein Buch. Ganz normale Dinge! Und wenn ich dann meine sportliche Phase habe, was in letzter Zeit leider sehr selten war, gehe ich auch mal Joggen oder Mountain Biken mit meinem Vater, wenn ich bei meinen Eltern zu Hause bin - ganz unterschiedliche und normale Dinge eigentlich.
Z: Hast du überhaupt noch Zeit, diese auszuüben?
E: Ach doch, eigentlich schon. Wenn ich jetzt auf dieses Jahr zurückblicke: Phasenweise hatte ich wirklich viel zu tun. Da war ich viel unterwegs, teilweise drei bis vier Wochen am Stück. Man hat nicht die Zeit und den Nerv dazu, noch irgend etwas anderes zu tun. Dann kamen aber auch Phasen, in denen ich mehr Freizeit hatte. Dann konnte ich diese Dinge auch tun. Ich bin natürlich erst zu meinen Eltern nach Hause gefahren, die ich länger nicht mehr gesehen hatte.
Z: Hast du die Songs deiner ersten CD "Shout It Out" selbst geschrieben?
E: Nein, alle nicht. Sechs Titel aus dem Album sind eigene Titel, die aber von meiner damaligen Band geschrieben wurden, vom Keyboarder, Gitarristen und mir. Die restlichen Songs stammen von diversen Songwritern, z.B. Guy Chambers (> u.a. Robbie Williams - die Red.) und Rea von REAMONN, der ein Stück schrieb. Ein Song ist komplett von mir, und zwar "All Things".
Z: Wie bist du an diese Leute gekommen? Hattest du schon immer Kontakt zu ihnen? Oder wurden sie durch den Gewinn von DSDS auf dich aufmerksam?
E: Guy Chambers kannte ich vorher nicht. Mit PANTA REI spielte ich im Vorprogramm von REAMONN vor 5, 6 Jahren, als sie ihr "Supergirl" raus brachten. Da habe ich Rea aber nicht direkt kennen gelernt. Der Produzent der Platte Frank Bornemann hatte einen Draht nach England zu Guy Chambers. Und ich denke, der Kontakt zu Rea lief ebenfalls über den Produzenten und die Plattenfirma. Mittlerweile habe ich auch Rea getroffen und mich mit ihm nett unterhalten. Guy Chambers habe ich aber leider noch nicht kennen gelernt.
Z: Was ist dein persönliches Lieblingslied vom neuen Album?
E: Wenn ich zwei nennen darf, dürft ihr euch eines aussuchen. Das eine Lieblingslied ist "Close to me" das andere "I Surrender"...oh, darf ich mich noch anders entscheiden? - "Strong Enough".
Interviewbearbeitung: Leo Burrichter, Maik Merscher